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Fragen und Antworten
FAQs (frequently asked questions)
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Nachfolgend beantwortet das MVZ Rheine häufig gestellte Fragen zur Mammographie und zum Mammographie Screening Programm. Haben Sie weitere individuelle Fragen? Dann richten Sie diese bitte per Mail info@radiologie-rheine.de oder telefonisch 05971 - 919-200 an unsere Praxis-Fachärzte.

 

Was bedeutet "Mammographie-Screening"?
 
Mammographie wird die Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust genannt. Screening bedeutet, dass allen Menschen einer Altersgruppe eine bestimmte Untersuchung angeboten wird. Durch die Untersuchung sollen die Menschen gefunden werden, die eine Krankheit wie zum Beispiel Brustkrebs bereits in sich tragen, ohne etwas davon zu spüren. Ziel des Mammographie-Screenings ist es, durch die Mammographie Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, um ihn besser und schonender behandeln zu können. Eine Entstehung von Brustkrebs kann dadurch nicht verhindert werden.

 

Warum ist das Mammographie-Screening-Programm
in Deutschland eingeführt worden?

 
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Um die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag im Juni 2002 einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm einzuführen, wie es in vielen anderen Ländern bereits existiert. Das Mammographie-Screening ist zurzeit die einzige Früherkennungs-Untersuchung, die den Nachweis erbracht hat, dass sie die Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen reduzieren kann, wenn sie konsequent und qualitätsgesichert angeboten wird. Insbesondere die Entdeckung der nicht tastbaren, frühen Formen von Brustkrebs ist durch die Mammographie, also das Röntgen der weiblichen Brust, möglich. Mit einer entsprechenden Behandlung verbessern sich in der Regel die Chancen der Frauen auf eine Heilung deutlich, denn die Größe des Tumors ist ein entscheidender Faktor für die Prognose.

 

Kann eine Frau in jeder radiologischen Praxis am
Mammographie-Screening teilnehmen?

 
Nein. Am Screening dürfen nur sogenannte zertifizierte Mammographie-Einheiten teilnehmen. Dies ist im Sinne der Frauen, dass das Programm nach den EU-Leitlinien höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Dazu gehören z. B. die spezielle Schulung der Röntgenassistentinnen und Ärzte sowie Qualitätskontrolle durch übergeordnete Stellen. Und es heißt beispielsweise auch, dass immer zwei besonders erfahrene Ärzte die Röntgenaufnahmen einer Frau betrachten, um sicherzustellen, dass möglichst nichts übersehen oder falsch interpretiert werden kann.

 

Wie kann eine Frau am Screening teilnehmen?
 
Regionale zentrale Einladestellen, hier die Zentrale Einstelle in Münster, lädt auf der Basis amtlicher Meldedaten alle zwei Jahre schriftlich mit Terminvorschlag in eine wohnortnahe Mammographie-Einheit (z. B. Medizinisches Versorgungszentrum Rheine GbR, Frankenburgstraße 22, 48431 Rheine) ein. Darüber hinaus können sich Frauen aber auch selbst einladen, müssen also nicht auf die Einladung warten. Dies geht per Telefon unter 0251 929-5000 oder E-Mail an zentrale-stelle@mswl.de.

 

Warum wird eine Mammographie durchgeführt und
keine anderen Methoden?

 
Es gibt verschiedene Methoden, um Brustkrebs zu erkennen. Jede hat ihren eigenen Wert, doch nur die Mammographie in qualitätskontrollierten Programmen eignet sich derzeit zum Screening. Weitere Methoden sind die Diagnostische Mammographie, Ultraschall, Magnetresonanz- tomographie und Selbstabtasten. Bei der diagnostische Mammographie lässt sich ein Tastbefund oder eine andere Auffälligkeit der Brust abklären. Ihre Krankenkasse zahlt diese Untersuchung - unabhängig von Ihrem Alter. Die Die Ultraschalluntersuchung hat den Vorteil, dass sie ohne Strahlenbelastung auskommt und gerade in dichtem, jungem Brustgewebe Knoten entdecken kann, die der Mammographie entgehen können. Ihr Nachteil ist, dass sie weniger eindeutige Bilder liefert als die Mammographie. Die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie kommt ohne Strahlenbelastung aus und liefert zum Teil sogar noch genauere Bilder als die Mammographie. Dafür produziert sie mehr auffällige Befunde und ist sehr aufwändig. Beim Selbstabtasten der Brust werden überwiegend Knoten entdeckt, die gutartig sind. Bösartige Knoten haben häufig bereits Zellen gestreut, wenn sie so groß sind, dass man sie tasten kann.

 

Ich habe noch keine Einladung zum Mammographie-Screening-Programm bekommen. Warum?
 
Es kann mehrere Gründe haben, dass Ihnen noch keine Einladung zugeschickt wurde. Zum einem können nicht alle Frauen zu ein und demselben Zeitpunkt zum Mammographie-Screening eingeladen werden. Da Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung haben, werden die Frauen auch verteilt über diesen Zeitraum eingeladen. Die Einladungen versenden die Zentralen Stellen in der Regel nach einem Postleitzahlen-System. In einigen Regionen ist das Programm noch frisch angelaufen, so dass es auch aufgrund dessen zu Verzögerungen bei den Einladungen kommen kann. Trotz aller Sorgfalt bei der Versendung der Einladungen kann es auch vorkommen, dass Einladungen Frauen nicht erreichen. Sollten Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sein, das Screening-Programm in Ihrer Region bereits zwei Jahre laufen und Sie noch keine Einladung erhalten haben, dann können Sie sich bei Ihrer Zentralen Stelle (Zentrale Stelle Mammographie-Screening bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Postfach 884648047 Münster, Tel.: 0251 - 92950 00, Fax: 0251 - 92950 19, E-Mail: zentrale-stelle@mswl.de) erkundigen.

 

Wenn ich jetzt nicht am Mammographie-Screening teilnehme, bekomme ich dann in zwei Jahren automatisch wieder eine Einladung?
 
Ja, Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erhalten nach zwei Jahren automatisch wieder eine Einladung, auch wenn Sie zwei Jahre zuvor nicht an der Screening-Untersuchung teilgenommen haben.

 

Warum gilt das Angebot zum Mammographie-Screening
nur für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren?

 
Für Frauen in diesem Alter ist die Bilanz der Vor- und Nachteile dieser Untersuchung am besten: In jungen Jahren ist das Brustgewebe so dicht, dass die Mammographie weniger erkennen kann, zudem ist Brustkrebs bei jungen Frauen seltener. Bei Frauen über 69 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass sie nicht an Brustkrebs, sondern an einer anderen Krankheit sterben, zum Beispiel an einem Herzinfarkt.

 

Kann ich an dem Programm teilnehmen, auch wenn ich
noch keine 50 Jahre alt bin?

 
Das ist leider nicht möglich. Der Anspruch auf eine Teilnahme am Früherkennungsprogramm ist gesetzlich geregelt. Sollten Sie aber Beschwerden haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung, um die Auffälligkeiten abklären zu lassen.

 

Muss ich für die Untersuchung bezahlen?
 
Die Kosten für die Screening-Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Sie müssen keine Praxisgebühr bezahlen. Bei Frauen, die privat krankenversichert sind, richtet sich die Kostenübernahme nach dem individuellen Vertrag.

 

Ich wurde in der letzen Zeit öfter geröntgt, kann ich trotzdem
am Mammographie-Screening teilnehmen?

 
Zwischen zwei Mammographien sollen mindestens 12 Monate Abstand liegen. Ist die letzte Mammographie vor weniger als zwölf Monaten bei Ihnen durchgeführt worden, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Zentralen Stelle, das ist die einladende Stelle, in Verbindung. Sie werden dann später wieder eingeladen. Wenn andere Körperteile von Ihnen kürzlich geröntgt worden sind, können Sie am Screening teilnehmen.

 

Ich habe schon einmal Brustkrebs gehabt und bin deswegen behandelt worden. Ist für mich eine Screening-Untersuchung sinnvoll?
 
Wenn Sie bereits aufgrund einer Brustkrebserkrankung behandelt werden, teilen Sie dies bitte der Zentralen Stelle mit, die Sie eingeladen hat. Sie werden durch Ihren behandelnden Arzt oder behandelnde Ärztin weiter in der Nachsorge betreut und erhalten dort die regelmäßigen ergänzenden Untersuchungen. Fünf Jahre nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung können Sie grundsätzlich wieder am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen. Bitte beraten Sie das weitere Vorgehen mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

 

Weitere FAQs finden Sie unter: www.mammo-programm.de